Anwendungsbeispiel: Schnelle Schokobombe

Seit dem letzten Post ist eine Woche vergangen – und ich muss gestehen, ich esse seitdem jeden Tag Schokolade. Grandiose Empfehlung von Andy Vorbusch, danke nochmal dafür. Tja, und bevor ich hier bald über eingefrorene Salatblätter und kalte Ohren beim arktischen Wintergrillen im Oberbergischen schreibe, hier noch ein schnelles Schokosorbet. Ein Grundrezept gegen schlechte Laune! Einfach & gut… zumindest, wenn die Schoki stimmt.

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Vor dem Rezept – ja heute gibt´s ein richtiges Rezept – noch ein paar kleine Tipps zum Thema Eis & Sorbet. Vielleicht habt ihr euch schonmal gefragt, warum selbstgemachtes Eis sich anders verhält als gekauftes? Warum es bereits nach einer Nacht im Tiefkühlschrank steinhart wird? Ganz einfach – weil im selbstgemachten Eis keine Zusatzstoffe zum Einsatz kommen, die für Cremigkeit sorgen. Deshalb tut die Eismasse nach längerer Zeit unter Null das, was Gefrorenes nunmal tut. Zumindest dann, wenn es nicht ununterbrochen gerührt wird: Es bildet Eiskristalle und wird hart.

Was also tun? – Einfacher Rat wäre, das Eis nach der Herstellung zunächst im Tiefkühlschrank etwas „anziehen“ zu lassen, es dann aber innerhalb eines Tages aufzuessen. Falls doch mal etwas übrig bleibt, kann man es soweit antauen lassen, bis es sich mit dem Pürierstab cremig mixen lässt. Dann friert man es solange ein, bis es  wieder eine schöne Konsistenz hat. Voilà! Und jetzt viel Spaß mit den Schokoröllchen 😉

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Schnelle Schokobombe

Zutaten für 900 Milliliter:

50 g Kakao

150 g Zucker

abgeriebene Schale von 1/2 Bioorange (die könnt ihr nach Geschmack auch weglassen, dann wird es noch puristischer)

150 g Zartbitterkuvertüre, 66 %

100 g Milchschokolade, 42 %

Außerdem: 200 g Zartbitterkuvertüre für die Schokoröllchen

Das Kakaopulver mit etwas Wasser anrühren. 500 Milliliter Wasser mit dem angerührten Kakao, dem Zucker und der abgeriebenen Orangenschale aufkochen. Anschließend durch ein Sieb gießen.

Die Schokolade grob hacken und in die noch heiße Flüssigkeit geben. Einige Minuten warten bis die Schokolade sich aufgelöst hat und die Masse mit einem Mixstab homogenisieren. Abkühlen lassen und in der Eismaschine nach Anleitung des Herstellers gefrieren. Im Froster 1-2 Stunden fest werden lassen.

Für die Schokoröllchen die Zartbitterkuvertüre über dem Wasserbad oder in der Mikrowelle schmelzen und so weit abkühlen lassen, dass sie gerade noch flüssig ist. Wieder leicht erwärmen und die Schokolade mit einer Winkelpalette dünn auf eine Mamorplatte aufstreichen. Antrocknen lassen und mit einem Spachtel dünne Röllchen abstechen.

Das Schokoeis 5 Minuten vor dem Servieren aus dem Tiefkühlschrank nehmen. Entweder Kugeln abstechen oder in kleine Schälchen streichen. Mit den Schokoröllchen garnieren.

Eis ohne Eismaschine – so geht´s: Die Eismasse in einer Schüssel in den Froster stellen. Sobald sie zu gefrieren beginnt, mit dem Mixstab pürieren. In regelmäßigen Abständen wieder pürieren und solange fortfahren, bis das Sorbet schön cremig gefroren ist.

Extra-Tipp: Ersetzt 10 % des Zuckers durch Glucosesirup. Der macht das Sorbet cremiger. Glucosesirup kann man mitllerweile im wunderbaren Internet bestellen.

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