Ela meets Isa – Zu Gast bei Wilde Fermente

Endlich darf ich meine Exkursion ins Fermentier-Universum posten! Bereits im Juni traf ich Isa von Isa´s Wilde Fermente in Berlin und nahm an einem ihrer Kraut-Workshops teil. Lektion 1: Isa heißt eigentlich Barbara Hosfeld. Lektion 2: So ein Fermentier-Workshop, der ist lustig… Und Lektion 3: Fermentieren macht süchtig und gesund! Aber alles nacheinander…

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Nach Grubenkraut und Slow Food-Sauerkrautstampfen entdeckte ich Anfang des Jahres Barbaras Hosfelds Blog Wilde Fermente – happy bubbles. Ich war sofort begeistert, vom Blog und von der ebenso lensenswerten Facebook-Gruppe. Beim Lesen wurden mir die Grundlagen der wilden Fermentation plötzlich so klar wie noch nie. Endlich verstand ich, was am Fermentieren überhaupt wild sein kann. Nämlich, dass man keine Starterkulturen zusetzt, sondern auf natürlich vorkommende, wilde Bakterienkulturen vertraut. Die sind sowieso da. Auf den Schalen von Obst und Gemüse halten sie sich besonders gern auf.

Nicht, dass mir die Fermentation ganz fremd gewesen wäre. Schließlich sind neben Kohl und Kraut auch Ahle Wurscht und Eichsfelder Mettwurst, Kefir und Joghurt, Bier und Wein Produkte der Fermentation. Doch selber machen? – Zu kompliziert, zu speziell. Sicher würde man dafür teure Geräte, riesige Gärtöpfe oder gar spezielle Räume brauchen. Weit gefehlt! Das wunderbare an Barbaras Blog ist, dass die wilden Fermente unaufwändig und einfach in Bügelgläsern angesetzt werden. Damit sind sie bestens geeignet für kleine und kleinste Haushalte. Und passen super in den Kühlschrank.

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Das Fermentieren sollte also unbedingt ein Thema für meinen Blog werden. Parallel schlug ich es jedoch der Einfach Hausgemacht vor und so wurde es zunächst ein Thema für die Zeitschrift. Die ist jetzt erschienen. Und deshalb werde ich Euch ab jetzt im Blog mit meinen Fermentier-Erlebnissen konfrontieren. Zunächst seht ihr hier die Bilder unseres heiteren Friedrichshainer-Kraut-Workshops. Der sollte eigentlich in Barbaras Hinterhof stattfinden. Doch das schlechte Wetter war gekommen, um zu bleiben. Und so musste eine große Küche her. Barbara, ihre sechs Teilnehmer und die Fotografin landeten schließlich in Dorit Schneiders (Miss Schneider!) unverschämt gut aussehender Altbau-Küche. (NEID!!!)

Im ersten Teil des Workshops hieß es, zuhören und andächtig schweigen. Denn Barbara erklärte die Grundlagen der Fermentation im Allgemeinen und des Sauerkrauts im Besonderen: „Fermentieren ist eine der ältesten Kulturtechnicken. Schon beim Bau der Chinesischen Mauer im 3. Jahrhundert vor Christus sollen sich die Arbeiter von Reis und saurem Kohl ernährt haben. Das Geniale: Roh gegessene Fermente bieten eine riesige Bandbreite an gesunden Bakterien, Vitaminen und Enzymen, die sich besonders positiv auf unsere Darmgesundheit auswirken.“ Viele Teilnehmer waren überrascht, dass man Sauerkraut in den unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen herstellen kann. „Ihr könnt Karotte, Zwiebel oder geschnittenen Dill hinein reiben, “ erklärte Barbara. „Mit Curry und Kurkuma wird das Sauerkraut ein Currykraut. Ein Löffel Kümmel bringt eine würzige Note. Die Gewürze aber vorsichtig dosieren, denn der Geschmack intensiviert sich während der Fermentation.“

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Und so hobelten, würzten, salzten und kneteten wir…. am Ende wanderte das triefende Kraut in Bügelgläser und für die nächsten sechs Wochen in die dunkle Kammer. Was herauskam, erfahrt ihr in den nächsten Posts. Danke nochmals an Barbara und an alle Workshop-Teilnehmer! Es war fantastisch!

PS.: Die harten Fakten zur Fermentation, folgen in den nächsten Posts 😉 Aber schaut doch schonmal bei Barbaras Wilden Fermenten oder bei Sandor Katz The Art of Fermentation rein. Alternativ gibt´s ab Seite 34 in der aktuellen Einfach Hausgemacht eine komprimierte Reise durch das Fermentations-Universum… Viel Spaß!

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Und hier noch die Links zu den dazugehörigen Beiträgen:

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2 Gedanken zu „Ela meets Isa – Zu Gast bei Wilde Fermente

  1. Pingback: Was machen die Wilden Fermente im Sommer ? | Wilde Fermente

  2. Pingback: Isa´s Currykraut - Manuela Rüther

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